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   der Stoißer Alm

Messe 75-jähriges Jubiläum

Grußwort der Almgenossenschaft

Wir Almbauern freuen uns und sind stolz darauf, am 29. Juni 2003 das
75-jährige Bestehen der Almgenossenschaft Freidling gefeiert zu haben. Seit 1928 waren unsere Vorfahren und wir stets bemüht, die Stoißer Alm zu dem zu machen, was sie heute ist.

Selbstloser Einsatz war oft notwendig, seitens der Bauern, wie auch der Sennerinnen. Ihnen allen danken wir recht herzlich. Auch in schweren Zeiten, besonders nach den beiden schweren Brandkatastropfen 1945 und 1967 war es nur durch den guten Zusammenhalt aller Mitglieder möglich, den Weiterbestand der Stoißer Alm zu sichern.

Für die Zukunft wünschen wir gute Zusammenarbeit innerhalb der Almgenossenschaft und den Besuchern hier oben Freude und Entspannung.

Ihre Almgenossenschaft

Geschichte Stoißer Alm

Eine sprichwörtliche Redensart lautet: "Man muß die Feste feiern wie sie fallen". 1928 und 2013 - diese beiden Jahreszahlen - stecken die Geschichte der "Freidlinger Almgenossenschaft! ab und unlösbar damit verbunden sind 85 Jahre Leben auf der Stoißer Alm am Teisenberg.

Mit großer Begeisterung ging es an die Arbeit. In Stoiß wurden 30 Tagwerk Weide eingezäunt und zwei Kälberstadl gebaut, der Auftrieb konnte beginnen. Am 1. Sonntag nach Jakobi war Almkirta. Im September beim Wettlaufen kämpften Buam und Dirndl paarweise um den Siegespreis, einen Ziegenbock.

1929 und 1930 waren wirtschaftlich sehr schlechte Jahre. Um den Schuldenberg abzutragen wurde ein 17 Tagwerk großes Waldgrundstück am Kohlhäusl um
28 000 RM an die Brauerei Wieninger, Teisendorf, verkauft. 130 Jahre waren an der Almhütte nicht spurlos vorübergegangen und so ging man daran 1936 den vorderen Teil bis zur Stallung neu zu bauen. Gott sei Dank hatte der 2. Weltkrieg keine Schäden angerichtet. Doch ein schwerer Schicksalsschlag trag die Almgenossenschaft als am 15. Mai 1945 obere und untere Alm durch Feuer vernichtet wurden. Mit dieser Brandschatzung wollten die Amerikaner flüchtige SS-Soltaten vernichten.

Doch mit vereinten Kräften ging es an der Wiederaufbau. Durch Tausch-geschäfte wurde vom Oberstoißer die untere Alm dazu erworben. Vom Forstamt wurde Bauholz erstanden, Spanndienste und Tagesschichten wurden geleistet und mit Schlitten die Bretter hinaufgezogen. Ende Juni 1946 erfolgte die Einweihung durch Pfarrer Kern aus Anger, einem gebürtigen Freidlinger. Unter der Leitung von Zimmermeister Max Eisl aus Teisendorf war die 2. Alm entstanden. In den 50er Jahren wurde der Bau einer neuen Straße in Angriff genommen. Unter Aufsicht des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein und des zuständigen Forstamtes wurde das 2 1/2 km lange Stück vom "Sauloch" zur Alm erstellt natürlich unter Mithilfe der Almgenossenschaft in Form von Dienstleistungen. Seitdem ist es den Almbauern möglich, von zu Hause unter Benutzung der für sie genehmigten Forststraße die Alm mühelos zu erreichen und mit dem nötigen Tagesbedarf immer frisch zu versorgen.

Ein Almsommer ist jedes Jahr geprägt von kirchlichen und weltlichen Feiern. Im Frühsommer erfogt der Almauftrieb, abhängig vom Wetter und vom Zustand der Weidenflächen. Im Juli findet alljährlich der Gottesdienst für die lebenden und verstorbenen Mitglieder der Almgenossenschaft statt. Die Kolpingsfamilie wandert zur Maiandacht hinauf und hält im August ihre Gedenkmesse.

Bei gutem Sommerwetter suchen auf Pfarreien der umliegenden Orte die Almkapelle auf. Am 1. Sonntag im August hält der TSV-Teisendorf sein traditionelles Bergturnfest auf dem Almgelände ab. Der Almabtrieb, Mitte September, ist immer wieder ein großes Ereignis für Einheimische und Feriengäste. Auch im Winter "lebt" die Alm, wenn die Bergsportgruppe Teisenberg die Kellerräume am Wochenende (Samstag, Sonntag) bezieht und sich um die Almhütte kümmert.

I dank dir fürs Landl,
seine See, seine Berg,
seine Leit, seine Kinder,
seine Künstler ihr Werk.

I dank dir für d'Ahndln,
de mir allzamm ham gebn,
wos ma notduat, was ma guat is
für a menschliches Lebn.

I dank dir für d'Hoamat,
wo i leb, wo i lieb,
wo i arbat und werklt,
wo i rast, wo i stirb.

(Dankgebet von Stephan Metzger)

 

Geschichte Stoißer Alm